Theaterpädagogik

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Die Theaterpädagogik kann am Seminar Weingarten auf eine jahrzehntelange Tradition zurückblicken. Heute sind szenische Verfahren kein Nischenthema mehr und auch nicht auf den Deutschunterricht oder die Theater-AG beschränkt; im Gegenteil gewinnen Sie in allen Fächern an Bedeutung und fungieren zunehmend als analoges und sinnliches Gegengewicht zu den dominierenden Gegenwartsthemen Digitale Transformation und Künstliche Intelligenz.
 
Theaterpädagogische Methoden unterstützen Schüler*innen wie Lehrkräfte darin, durch einen bewussten, sozial kompetenten Umgang mit sich selbst und mit anderen ihre Persönlichkeit zu stärken. Sie verändern die Selbst- und Fremdwahrnehmung, sensibilisieren für emotionale und soziale Bedürfnisse, für persönliche Potentiale und Grenzen und sie stärken die Gemeinschaft innerhalb der Klasse wie auch das Miteinander von Lehrenden und Lernenden.
 
Theaterpädagogische Methoden können in jedem Fach und in unterschiedlichsten Unterrichtssituationen eingesetzt werden. Sie dienen der Auflockerung und Entspannung ebenso wie der kognitiven und körperlichen Aktivierung und eröffnen ein sprachliches, gestisches und mimisches Repertoire, das im konventionellen Fachunterricht in der Regel nicht aktiviert wird.
 
Das theaterpädagogische Programm am Seminar Weingarten ist bewusst niederschwellig angelegt und spiralcurricular konzipiert. Insbesondere in den drei Kompaktphasen werden szenische Verfahren immer wieder aufgegriffen und fachunabhängig weiterentwickelt: Vom Schnupperangebot in Kompaktphase I über die Leitperspektivenwoche (Kompaktphase II), die neben genuin theaterpädagogischen Elementen (Raum- und Körperwahrnehmung, Spiel und Kreativität) auch den gesundheitsfördernden Effekt theaterpädagogischer Methoden in den Blick nimmt, bis zum komplexen Einsatz szenischer Elemente am Kommunikationstag in Kompaktphase III begleitet die Theaterpädagogik unsere Auszubildenden während ihres gesamten Referendariats. Denn wir sind überzeugt, dass der spielerisch-kreative Umgang mit sich selbst und den Mitmenschen einen zentralen Gelingensfaktor für eine erfolgreiche und gesundheitserhaltende Berufsausübung darstellt.

Team

 
Thomas Büttner, Stephanie Hämmerle und Dr. Markus Schwahl (Leitung) sowie zusätzlich in der Leitperspektivenwoche Anne Bammerlin, Anne Bösenberg, Yvonne Kinzel und Michael Zoller.