Erasmus+ Bildungsexkursion nach Estland (Tallinn)

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Lehrkräfte in Ausbildung in Tallinn
Lehrkräfte in Ausbildung in Tallinn

Von Sonntag, dem 24. Mai bis Freitag, dem 29. Mai 2026 reisten Referendarinnen und Referendare sowie Ausbilderinnen und Ausbilder des Seminars für Ausbildung und Fortbildung der Lehrkräfte Weingarten im Rahmen einer Erasmus+-Bildungsexkursion nach Estland. Ziel der Reise war es, Einblicke in das estnische Bildungswesen, die digitale Transformation von Schule und Gesellschaft sowie in historische und gesellschaftliche Entwicklungen des baltischen Staates zu gewinnen.

Im Mittelpunkt der einwöchigen Exkursion standen Begegnungen mit Bildungsakteuren vor Ort und die Auseinandersetzung mit innovativen Ansätzen der Schul- und Unterrichtsentwicklung. So besuchte die Delegation unter anderem das Deutsche Gymnasium Tallinn sowie Bildungseinrichtungen in Narva, wo Unterricht hospitiert und Erfahrungen zu Themen wie digitalem Lernen, Sprachimmersion und internationaler Zusammenarbeit ausgetauscht wurden. Ein Besuch im E-Estonia Showroom vermittelte zudem Eindrücke von Estlands international beachteter Digitalisierungsstrategie und deren Auswirkungen auf das Bildungswesen.

Darüber hinaus bot das Programm vielfältige Möglichkeiten, die Geschichte, Kultur und gesellschaftliche Entwicklung Estlands kennenzulernen. Stadtführungen in Tallinn, Exkursionen zur russisch-estnischen Grenze in Narva sowie in den Nationalpark Lahemaa ermöglichten eine vertiefte Auseinandersetzung mit Fragen europäischer Identität, demokratischer Teilhabe, Nachhaltigkeit und dem Umgang mit historischen Erfahrungen. Den Abschluss der Reise bildete ein Austausch in der Deutschen Botschaft Tallinn zu aktuellen Herausforderungen und Perspektiven in den Bereichen Bildung, Digitalisierung und Desinformation.

Mit der Erasmus+-Bildungsexkursion verfolgt das Seminar Weingarten das Ziel, internationale Perspektiven stärker in die Lehrkräftebildung einzubinden und den europäischen Gedanken erfahrbar zu machen. Durch die Begegnung mit anderen Bildungs- und Gesellschaftssystemen werden interkulturelle Kompetenzen gestärkt, neue Impulse für die schulische Praxis gewonnen und das Verständnis für die kulturelle und politische Vielfalt Europas vertieft.